Ziele und Methodik

Ziel des Projektes porticus ist es Modelle für den Schulunterricht zur besseren Orientierung, speziell in den Berufsfeldern der Architektur, der Raumplanung, des Bauingenieurwesens und der Geodäsie, systematisch zu entwickeln.

Basierend auf Analysen der vorhandenen Lehrpläne dieser Studien und deren realen Umsetzung, bis hin zu den Anforderungen in den Berufsrealitäten, werden im Rahmen des Projektes didaktische Konzepte in Modulform zur Vermittlung der Schwerpunkte in den raumrelevanten und raumgestaltenden Berufsfeldern entwickelt.

Diese mit dem Projekt porticus erarbeiteten Module sollen nicht in den bestehenden Unterrichtsfächern integriert, sondern im Schulalltag als Projektunterrichtsfach implementiert werden.

In einem definierten Zeitrahmen werden innerhalb der Module die Schwerpunkte der einzelnen Berufe vermittelt. Die Module basieren auf Realbegegnungen zwischen den SchülerInnen und Lehrenden an Universitäten bzw. in der Praxis tätigen Personen aus den Berufsfeldern. Da Berufsorientierung ein langfristiger Prozess ist, werden die Module – abgestimmt auf den jeweiligen Wissensstand der Schulstufen und den sozialen Hintergrund der SchülerInnen – ausgearbeitet.

Um die Qualität der Module zu sichern werden in Folge Evaluierungskonzepte für die Module erarbeitet und im Rahmen der Pilotversuche ausgewertet.

In einem stetigen Prozess soll auf die verschiedenen Schultypen und auf die Bedürfnisse der SchülerInnen und Universitäten eingegangen werden.

Ziel ist es Anleitungen für die methodisch-didaktische Gestaltung der Orientierung in den Berufsfeldern Architektur, Raumplanung, Bauingenieurwesen und Geodäsie zu optimieren.

Der Berufsfindungsprozess bei SchülerInnen wird durch eigene Erfahrungen mit der Arbeitswelt und angeleitet an Beispielen eingeleitet und unterstützt.

Gesonderte Veranstaltungen, die im Rahmen von Projektwochen oder auch im Nachmittagsunterricht angeboten werden können, sollen dazu dienen den Blick zu schärfen und die Wahrnehmung zu stärken. Durch die Verknüpfung von bereits entwickelten Kompetenzen wird das Raumverständnis geweckt und die Gestaltbarkeit und Beeinflussbarkeit von gebauter Umwelt aufgezeigt. Anhand des eigenen Tuns und Handelns werden Aspekte der Berufe vermittelt. Durch die Realbegegnungen mit freien ArchitektInnen, BauingenieurInnen, RaumplanerInnen, GeodätInnen und den WissenschafterInnen werden die Berufe aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

Zudem wird die Möglichkeit geboten die Studien kennenzulernen, Räumlichkeiten zu erfahren und den Studienbetrieb zu erleben.

Während des Projektes werden Pilotversuche an Schulen durchgeführt, evaluiert und nach dem Prinzip Testen/Verbessern/erneut Testen optimiert.

Aus der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Universitäten und in der Praxis Tätigen ergibt sich eine neue Kooperationsform und neue Netzwerke werden etabliert.

Ein Zusatzziel des Projektes ist es die Studienpläne von Architektur, Raumplanung, Bauingenieurwesen und Geodäsie zu analysieren. Die parallel stattfindenden Analysen der Lehrpläne in den unterschiedlichen Schulformen und Schulstufen wird zeigen, inwiefern sich die für die Orientierung identifizierten Inhalte in den bestehenden Lehrpläne bereits wiederfinden und/oder neu zu implementieren sind.

Die Analyse von statistischen Datenmaterialien aus Österreich wird die Relevanz des Projektes verdeutlichen.

Die Kernaufgabe des Projektes, das Konzipieren und Ausarbeiten von Unterrichtsmodulen, basiert auf didaktisch pädagogischen Theorien. Dabei wird Didaktik als Gestaltung von Vermittlungsprozessen (konstruierend), als Theorie der Praxis der Vermittlung (rekonstruierend) und methodische Rahmung der Gestaltung und Rekonstruktion von Praxis angewandt.

Im Projekt porticus wird die Orientierung durch aktives Erleben eines Studiums und Berufsfeldes erzielt.

Das methodische Projektmanagement findet in der Organisation und Koordination des gesamten Projektablaufes seinen Einsatz und begleitet das Projekt vom Projektstart bis zum Projektabschluss.

%d Bloggern gefällt das: